Die wichtigsten Berufe von morgen

Unsere berufliche Welt befindet sich in einem stetigen Wandel – und das ist ganz normal und auch gut so. Denn die Berufe, Studiengänge und Ausbildungsmöglichkeiten werden laufend an neue Entwicklungen, Forschungen und Arbeitsmarkt-Bedürfnisse angepasst. So wie z.B. viele alte Berufe mit der industriellen Revolution ausgestorben sind, so sind auch viele neue Berufe dadurch neu entstanden.  

Aktuell befindet sich die Welt und auch der Arbeitsmarkt im Zeitalter des digitalen Wandels, woraus sich ebenfalls neue berufliche Perspektiven ergeben können. Wir geben Einblick in die wichtigsten Berufe von morgen. 

Inhalt

  1. Berufe von morgen: IT-Branche und Digitalisierung 
  2. Jobs mit Zukunft: medizinische Dienstleistung 
  3. Soziale Berufe – wichtige Berufe in der Zukunft 
  4. Forschung und Naturwissenschaft – Jobs für die Zukunft 
  5. Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion: wichtige Berufe in der Arbeitswelt von morgen

Berufe von morgen: IT-Branche und Digitalisierung    

Künstliche Intelligenz, Robotik, Drohnen, Cyper Saftey und viele Themen, die alle direkt oder indirekt mit dem Thema IT und Digitalisierung in Verbindung stehen, sind künftig sehr gefragt. Konkrete Berufe, die sich daraus ableiten lassen, sind z.B. 

  • Drohnenpilot*in: Mit dem Aufkommen der Drohnen ergeben sich unterschiedliche Berufszweige, die mit den kleinen Fluggeräten in Verbindung stehen. Sie müssen nicht nur gebaut und programmiert, sondern auch geflogen werden. Gerade für Landschafts- oder Immobilienaufnahmen von oben sind Drohnen gefragt. Aber auch in der Fotografie, Architektur, Lieferbranche usw. können Drohnenpilot*innen künftig Jobs finden. 
  • KI-Spezialist*in: Die künstliche Intelligenz (KI) steht seit Jahren in den Startlöchern und wird in Zukunft uns Menschen hoffentlich bei wichtigen Fragen in Forschung und Medizin weiterhelfen. Zum Beispiel könnten intelligente Roboter in der medizinischen Versorgung unterstützend sein oder sehr schwierige Operationen übernehmen. Ein anderes Beispiel, in der KI in Zukunft verstärkt zum Einsatz kommen soll, ist die Autoindustrie. Künstliche Intelligenz macht es möglich, selbstfahrende Autos auf den Markt zu bringen. Ein*e KI-Spezialist*in wird künftig wahrscheinlich viel gefragt sein.  

Jobs mit Zukunft: medizinische Dienstleistung

Die Corona-Pandemie hat noch einmal gezeigt, wie wichtig Pflegeberufe und eine gute ärztliche Versorgung für die körperliche und mentale Gesundheit aller ist. Aber nicht nur Corona zeigt uns die Wichtigkeit der medizinischen Dienstleistungen – vor allem der demografische Wandel, also das Älterwerden der Gesellschaft, beweist, wie wichtig Pflege in Zukunft sein wird. Wenn es immer mehr immer ältere Menschen gibt, muss es auch immer mehr medizinisches Personal geben. Wichtige Berufe von morgen können also sein:  

  • Pflegekraft: Die Pflegekraft ist zwar kein neuer trendiger Beruf – aber er wird künftig noch eine größere Rolle einnehmen als jetzt schon. Gut ausgebildetes Pflegepersonal ist für die Versorgung von kranken und alten Menschen unabdingbar. Die aktuelle Diskussion und die Anpassung an tarifliche Löhne können als Zeichen gedeutet werden, dass sich die Wichtigkeit des Berufes künftig auch in der Entlohnung widerspiegeln kann.  
     
  • Diätolog*in: In Zukunft soll es in der Medizin nicht nur darum gehen, bereits erkrankten Menschen zu helfen, sondern Krankheiten vorzubeugen. Vor allem die sogenannten Zivilisationskrankheiten, wie Bluthochdruck, Diabetes Typ II, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rückenschmerzen, Fettleibigkeit etc. können und sollen künftig präventiv behandelt werden, sodass die Krankheiten erst gar nicht entstehen. Ein*e Diätolog*in kann Patient*innen mit gesunder Ernährung und einem Sportplan auf den richtigen Weg bringen und so schon helfen, bevor sich Erkrankungen manifestieren. Prävention hilft Patient*innen und entlastet gleichzeitig das Gesundheitssystem, da Prävention in vielen Fällen deutlich günstiger und personalsparender ist als die Behandlung der Erkrankung.  

Soziale Berufe – wichtige Berufe in der Zukunft

Foto: Max Fischer / Pexels

Auch wenn sich in Zukunft vieles um KI, Technologie und Digitalisierung drehen wird – Computer können menschliche Empathie, Kreativität und soziales Handeln nicht ersetzen. Deshalb wird es künftig zur parallel steigenden Nachfrage an IT-Jobs auch eine hohe Nachfrage an sozialen Berufen geben.  

  • Lehrer*in: Die Wichtigkeit des Lehrberufes wird sich vermutlich in den nächsten Jahren noch mehr verstärken. Kinder und Jugendliche sind in der Schule auf gute Lehrkräfte angewiesen, um sich selbst und ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Zudem sind Lehrer*innen wichtige Bezugspersonen für die Schülerschaft und können außerhalb des familiären Umfeldes Orientierung geben.  Lehrpersonal mit einem starken digitalen Background können bei Themen, wie Digitalunterricht, punkten.  
     
  • Erzieher*in: Wie sehr unsere Gesellschaft auf KITAs und Kindergärten angewiesen ist, hat uns die aktuelle Corona-Pandemie gezeigt. Ohne Kinderbetreuung können viele Eltern nicht arbeiten, was wiederum wirtschaftliche und gesellschaftliche Konsequenzen haben kann. Empathische und gut ausgebildete Erzieher*innen sind deshalb auch in Zukunft sehr gefragt und werden wahrscheinlich über viele Jahre eine berufliche Zukunft haben.  

Forschung und Naturwissenschaft – Jobs für die Zukunft

Ein Feld mit Zukunft sind sicherlich die Naturwissenschaften und die Forschung – denn wer, wenn nicht Naturwissenschaftler*innen und Forscher*innen können sich den Themen Klimaschutz, alternative Energiegewinnung oder Impf- und Medikamentenentwicklung annehmen? Berufe in dieser Kategorie sind für viele Menschen abschreckend, da sie davon ausgehen, dass immer ein Studium erforderlich ist. Viele naturwissenschaftliche Berufe sind jedoch klassische Ausbildungsberufe. 

  • Labormitarbeiter*in / Chemielaborant*in: Dieser Beruf ist ein klassischer Ausbildungsberuf und wird auch in Zukunft stark nachgefragt sein. Labormitarbeiter*innen können in großen Pharma- oder Chemieunternehmen arbeiten und prüfen dort z.B. Qualität der Stoffe oder reproduzieren einfache Strukturen. Da die Nachfrage nach Medikamenten in Zukunft aufgrund der immer älter werdenden Gesellschaft wahrscheinlich steigen wird, kann die Ausbildung zum/r Chemielaborant*in eine sehr gute Wahl sein.  
     
  • Ingenieur*in für erneuerbare Energien: Der Ingenieursberuf setzt ein Studium voraus. Man kann sich schon während des Studiums auf z.B. Solar- oder Windenergie spezialisieren. Erneuerbare Energien sind heute wie auch in Zukunft sehr gefragt und können einen sicheren Arbeitsplatz bieten. So wie in den meisten Berufen auch, finden Ingenieure*innen in kleinen Unternehmen sowie großen Konzernen Anstellungsmöglichkeiten, was den Job zusätzlich attraktiv macht.  

Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion: wichtige Berufe in der Arbeitswelt von morgen

Die Unterbrechung einiger Lieferketten während der Corona-Pandemie hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig regionaler Anbau und die lokale Produktion von Lebensmittel sind. Neben lokaler Produktion legen auch immer mehr Menschen Wert auf biologischen und nachhaltigen Anbau der Nahrungsmittel. Der Trend scheint zu mehr Qualität anstatt Quantität zu gehen.   

  • Bio-Landwirt*in: Der biologische Anbau von Gemüse, Früchten und Getreide und die biologische Haltung von Nutztieren sehen viele als Landwirtschaft der Zukunft an. Bio in Verbindung mit Regionalität kommt bei den Verbrauchern gut an – und auch bei der Politik. Denn bei den Themen Nachhaltigkeit und Klima- und Umweltschutz will und soll auch die Landwirtschaft ihren Beitrag leisten. Wer keine Lust auf einen Bürojob hat und gerne viel draußen ist, kann sich vielleicht für die Bio-Landwirtschaft begeistern. Ein Beruf mit Zukunft kann dieser Beruf auf jeden Fall sein – schließlich müssen wir unser Essen ja irgendwo herbekommen.  
  • Lebensmittelkontrolleur*in: Der Beruf de*r Lebensmittelkontrolleur*in ist und bleibt auch in Zukunft ein wichtiger Beruf. Menschen, die diesen Beruf ergreifen, überprüfen die Lebensmittel auf Qualität und tragen so auch zu unserer Gesundheit bei. Der Beruf ist kein klassischer Ausbildungsberuf, sondern kann nur mit einer entsprechenden Weiterbildung und einer lebensmittelnahen Grundausbildung ausgeübt werden. Je vielfältiger unsere Ernährung wird, desto mehr Arbeit gibt es auch für Lebensmittelkontrolleur*innen.  

Autorin: Angela Galliard
© Weiterbildung Hamburg e. V.

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