Weiterbildung bei Bewerbungen: Richtig darstellen und punkten!

Dass sich Weiterbildungen im Lebenslauf gut machen, ist wahrscheinlich allgemein bekannt. Doch welche Weiterbildungen und Kurse sollten im Lebenslauf genannt werden und welche lieber nicht? Und wo gibt man Weiterbildungen und Seminare im Lebenslauf an? In diesem Artikel erklären wir, wie Ihnen Weiterbildung bei Bewerbungen zugutekommt.

Inhalt

  1. Welche Weiterbildungen sollte ich in meinen Lebenslauf aufnehmen und welche nicht?
  2. Wo sollen Weiterbildungen im Lebenslauf aufgeführt werden?
  3. Kann ich Weiterbildungen bereits im Anschreiben angeben?
  4. Weiterbildungen bei Xing und LinkedIn angeben
  5. Wie helfen mir meine Weiterbildungen bei Bewerbungen und der Jobsuche?
  6. Fazit

Welche Weiterbildungen sollte ich in meinen Lebenslauf aufnehmen und welche nicht?

Grundsätzlich sollte der Lebenslauf so kurz wie möglich, aber so ausführlich wie nötig sein. Schauen Sie sich vorher die Stellenbeschreibung, auf die Sie sich bewerben möchten, genau an und entscheiden Sie dann, welche Qualifikationen hier besonders gefordert sind und somit auf jeden Fall in Ihrem Lebenslauf aufgeführt werden sollten. 

Qualifikationen, die für diesen Job nicht erforderlich sind oder Erfahrungen, die zu lange her sind, sollten im Lebenslauf nicht auftauchen. 

Beispiel: 

Sie haben eine Weiterbildung für ein neues Rechnungswesenprogramm und eine Weiterbildung in WordPress, weil sie in einem Ihrer ersten Jobs die Unternehmenswebsite betreut haben. Darüber hinaus haben Sie vor nicht allzulanger Zeit ein Training zur*m Ersthelfer*in absolviert. Aktuell möchten Sie sich auf eine Position in einer leitenden Funktion in der Buchhaltung eines großen Unternehmens bewerben. In diesem Fall ist es sinnvoll, die Weiterbildung im Rechnungswesenprogramm im Lebenslauf anzugeben. Darüber hinaus kann es sich lohnen, das Training bzw. die Ausbildung zum Ersthelfer anzugeben, da Unternehmen neben fachlichen Qualifikationen auch viel Wert auf soziale Kompetenzen setzen. Die alte Weiterbildung in WordPress sollten Sie in diesem Fall nicht im Lebenslauf angeben, um einen roten Faden beizubehalten und den CV so kurz wie möglich zu halten.

Brauchen Sie Tipps, wie man gute Bewerbungen schreibt? Lesen Sie hier weiter.

Wo sollen Weiterbildungen im Lebenslauf aufgeführt werden?

Je nachdem, welche Art von Weiterbildung Sie vorweisen können, sollten die Weiterbildungen an unterschiedlicher Stelle im Lebenslauf genannt werden. 

Haben Sie sehr viele Weiterbildungen aus den unterschiedlichsten Bereichen absolviert, kann es sinnvoll sein, einen eigenen Oberpunkt mit der Überschrift “Weiterbildungen” aufzunehmen. 

Ansonsten gilt, die entsprechende Weiterbildung da zu nennen, wo sie thematisch oder zeitlich passt. 

Beispiele: 

Weiterbildungen und Kurse in Fremdsprachen: Diese Weiterbildungen können Sie in Ihrem Lebenslauf unter dem Punkt “Sprachkenntnisse” aufführen. Weiterführend können Sie Bescheinigungen oder Zeugnisse als Referenz in die Bewerbungsmappe oder im digitalen Dokument hinterlegen. 

Weiterbildungen, Umschulungen oder Fortbildungen, die für den Erwerb von Abschlüssen oder Ausbildungen erforderlich oder nützlich waren: Führen Sie diese Weiterbildungen unter dem Punkt “Ausbildung” auf. Auch Spezialisierungen können hier aufgeführt werden. 

Betriebsinterne Weiterbildungen oder Fortbildungen, die vom Arbeitgeber bezahlt wurden: Führen Sie diese Weiterbildungen unter dem dazugehörigen Punkt unter “Beruflicher Werdegang” auf. 

Weiterbildungen im privaten, politischen oder sozialen Bereich: Führen Sie diese Weiterbildungen unter dem Punkt “besondere Kenntnisse” auf. 

Sie fragen sich, wo Sie Weiterbildungen finden? Hier sind alle Kursportale für Sie aufgeführt.

Bild: Michael Burrows / Pexels

Kann ich Weiterbildungen bereits im Anschreiben angeben?

Vorweg sei gesagt: Ein Anschreiben soll keine Zusammenfassung Ihres Lebenslaufes sein, sondern wiedergeben, warum Sie genau die richtige Person für die ausgeschriebene Stelle sind und warum Sie sich gerade bei diesem Unternehmen bewerben möchten. 

Die Nennung einer Weiterbildung sollte nur dann stattfinden, wenn genau diese Weiterbildung der Grund ist, warum Sie sich bewerben. Vielleicht haben Sie erst durch eine Weiterbildung im Online-Marketing erkannt, dass Sie sich genau auf diesen Bereich spezialisieren möchten. Oder Sie haben in Ihrer Freizeit viele Sprachkurse absolviert, um endlich in einem internationalen Unternehmen arbeiten zu können. 

Weiterbildungen, die nichts mit der offenen Stelle zu tun haben, sollten auch nicht im Anschreiben zur Sprache kommen. 

Weiterbildungen bei Xing und LinkedIn angeben

Erfolgreich abgeschlossene Weiterbildungen, die mit ihrer aktuellen oder gewünschten Position korrelieren, können Sie ebenfalls bei Xing und LinkedIn angeben. Je nachdem, ob Sie einen Basis- oder Premium-Account haben, können Sie neue Qualifikationen speziell ausweisen. Bei LinkedIn können Sie Weiterbildungen z.B. unter “Bescheinigungen & Zertifikate” oder “Qualifikationen & Auszeichnungen” angeben. Bei Xing können Weiterbildungen unter “Qualifikationen” oder “Auszeichnungen” angegeben werden. 

Auf die Angabe Ihrer Weiterbildungen und Qualifikationen auf den Karriereportalen sollten Sie nicht verzichten: Viele Recruiter sehen sich auf Xing und Co. nach passenden Mitarbeiter*innen und Bewerber*innen um und wählen auch anhand der absolvierten Qualifizierungen aus.

Sie möchten eine Weiterbildung machen und haben Fragen zu Fördermöglichkeiten? Lesen Sie hier weiter

Wie hilft mir meine Weiterbildung bei Bewerbungen und der Jobsuche?

Weiterbildungen helfen bei der Jobsuche, weil sie Ihr Engagement und Interesse gegenüber Ihrer Arbeit widerspiegeln. Und das kommt eigentlich bei jeder*m Arbeitgeber*in gut an. Zudem sind Weiterbildungen – vor allem die, bei denen man am Ende eine Prüfung ablegt – für Arbeitgeber*innen besonders interessant, weil sie daran erkennen können, welche Kenntnisse Sie tatsächlich mitbringen. Zudem machen Weiterbildungen die Bewerber*innen vergleichbar und Entscheidungen können aufgrund des Vorhandenseins von Weiterbildungen schnell und einfach getroffen werden. Ein weiterer Grund, warum Weiterbildungen Sie als Kandidat*in attraktiv machen, ist, dass der*die neue Arbeitgeber*in wahrscheinlich erst einmal nicht in teure Weiterbildungen für Sie investieren muss, da sie die gefragten Kenntnisse bereits mitbringen. 

Fazit

Weiterbildungen sind prinzipiell eine tolle Gelegenheit, um schon im Lebenslauf zu punkten. Wenn Sie dann auch noch zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden und dank der Weiterbildungen Frage und Antwort stehen können, finden Sie bestimmt schon bald Ihren Traumjob. 

Lesen Sie hier, wie Sie die richtige Weiterbildung finden.

Text: Angela Galliard
© Weiterbildung Hamburg e. V.

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