Langeweile im Lockdown? Hier sind 5 Ideen für den leichten Einstieg in Weiterbildung!

Ob im Lockdown oder gar während einer amtlich angeordneten Quarantäne – momentan verbringen die meisten Menschen viele Stunden Zuhause. Während sich bei einigen die Zeit wie von selbst mit Kinderbetreuung und anderen Verpflichtungen füllt, kann bei anderen schon mal Langeweile aufkommen.

Wenn dies bei Ihnen der Fall ist und Sie die viele freie Zeit aktiv nutzen möchten, haben wir im Folgenden 5 einfache Wege für Sie zusammengestellt, wie Sie sich in dieser Zeit weiterbilden, etwas Neues lernen oder Ihren Horizont erweitern können – und das alles aus dem eigenen Wohnzimmer heraus! Bei allen Ideen handelt es sich um leicht zugängliche Angebote, um den einfachen Einstieg in Weiterbildung zu finden. Wir haben Ihnen zu jeder Kategorie persönliche Empfehlungen aus der Redaktion zusammengesammelt.

In der kommenden Woche gibt es dann Nachschub für alle, die Blut geleckt oder die hier vorgestellten Ideen bereits ausprobiert haben. Bleiben Sie also gespannt!

Fünf easy Ideen für Weiterbildung von Zuhause aus

  1. YouTube Tutorials & Reportagen
  2. Angebote der Bücherhallen (Stadtbibliotheken)
  3. Mediatheken
  4. Podcasts
  5. Sprachlern-Apps

1. Lernen Sie etwas Neues mit YouTube Tutorials und Reportagen

Nutzen Sie die immense Vielfalt an Tutorials, Erklärvideos, Reportagen und Dokumentationen auf YouTube, um eine neue Fähigkeit zu lernen oder sich über ein neues Wissensgebiet schlau zu machen. YouTube ist nicht umsonst eine der meistbesuchten Websites im Internet: Hier veröffentlichen von der One-Woman-Show bis hin zur großen Rundfunkanstalt Tausende Kanäle Videos zu allem, was die Welt bewegt. Lernen Sie z.B. wie Ihnen die ersten Schritte mit Photoshop gelingen, wie Sie einen Fahrradreifen wechseln, oder lassen Sie sich von Dr. Mai Thi Nguyen-Kim erklären, was es mit „AMSR“ auf sich hat.

Zum lebenslangen Lernen gehört es auch, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und neue Perspektiven zu entdecken. Empfehlenswert sind dafür z.B. die Kanäle von Die Frage und Auf Klo. Auch der mit dem Grimme Online Award ausgezeichnete Kanal HYPERBOLE veröffentlicht regelmäßig hervorragende Interview-Videos mit interessanten Menschen in der Reihe „Frag ein Klischee“. Im neuesten Video erzählt der ehemals obdachlose Dominik über seine zehn Jahre auf der Straße:

2. Nutzen Sie die Angebote der Bücherhallen

picjumbo.com / Pexels

Die Hamburger Bücherhallen sind mit ihren 32 Stadtteilbibliotheken und der Zentralbibliothek am Hamburger Hauptbahnhof eine der wichtigsten Bildungs- und Freizeiteinrichtungen in der Hansestadt. Zurzeit sind die Bücherhallen unter bestimmten Hygieneauflagen geöffnet. Mit einer Kundenkarte, die für einen günstigen Jahresbeitrag erhältlich ist, können Sie aber nicht nur die Medien in den Standorten nutzen und ausleihen, sondern auch das umfassende Online-Angebot der eBücherhalle nutzen: Von eBooks, Hörbüchern, digitalen Zeitschriften und Magazinen, über Filme, Nachschlagewerken für Schüler*innen, Musik und vielem mehr, hat die digitale Sparte der Bücherhallen alles vorrätig, was das Herz begehrt. Leihen Sie sich einfach bequem vom Sofa aus Medien auf Ihren E-Reader, Ihr Smartphone oder Ihren PC herunter.

Wenn Sie nicht in Hamburg wohnen, können Sie höchstwahrscheinlich auf die Angebote Ihrer örtlichen Stadtbibliothek zurückgreifen. Informieren Sie sich am besten online über Bibliotheken in Ihrer Nähe.

3. Schauen Sie sich spannende Dokumentationen in den Mediatheken an

Viele Rundfunksender bieten Ihre Inhalte online in Mediatheken an: Meist sind die Beiträge 7 Tage nach Fernsehausstrahlung verfügbar, oft aber auch darüber hinaus. Auch hier gibt es eine enorme Vielfalt an Themenbereichen. Schauen Sie sich z.B. Michael Richters Dokumentation „Das Erbe des Arabischen Frühlings“ in der arte Mediathek an oder lernen Sie bei 3sat, wie Robotik und künstliche Intelligenz die Kreativität verändern. Auch abseits der öffentlich-rechtlichen Sender wie ARD, ZDF und Co. gibt es eine Reihe Mediatheken, dessen Nutzung jedoch i.d.R. kostenpflichtig ist.

4. Hören Sie sich Interviews, Reportagen und Geschichten im Podcast-Format an

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Wohl kaum ein Medium ist in den letzten Jahren so durch die Decke gegangen wie Podcasts: Das Audiomedium hat weltweit eine extreme Beliebtheit erreicht. Vielleicht auch deshalb, weil Podcasts sich hervorragend dafür eignen, während anderer Tätigkeiten gehört zu werden: Beim Abwasch oder Frühjahrsputz, beim Zähneputzen oder auf dem Weg zur Arbeit. In der Bildungssparte gibt eine große Zahl an empfehlenswerten Podcasts für jedes Interessensgebiet: Bestes Beispiel ist hier der SWR2 Wissen Podcast, bei dem täglich neue Reportagen aus den Bereichen Geschichte, Gesundheit, Umwelt, Wissenschaft, Bildung und mehr veröffentlicht werden.

Ebenfalls empfehlen können wir z.B. Feuer & Brot, wo Alice Hasters und Maximiliane Haecke regelmäßig über Themen zwischen Politik und Popkultur sprechen. Wenn Sie sich für Film interessieren, hören Sie doch einmal in die Folge zum Motiv des „Magical Negro“ rein.

Die Fülle an guten Podcasts ist riesig. Einen ersten Überblick für Neulinge geben die Podcast Charts auf Spotify.

5. Lernen Sie eine neue Sprache per App

Wenn Sie schon immer mal Italienisch lernen wollten oder Ihre Chinesisch-Kenntnisse aufpolieren möchten, bieten diverse Sprachlern-Apps einen guten (Wieder-)Einstieg. Eine der bekanntesten Apps aus diesem Bereich ist Duolingo. Die kostenfreie App bietet diverse abwechslungsreiche Funktionen wie kurze Geschichten („Duolingo Stories“), Podcasts, ein Punktesammelsystem und das Maskottchen Duo, um das Sprachenlernen so spannend und unterhaltsam wie möglich zu gestalten. Ein kleiner Wermutstropfen ist die Tatsache, dass es bei Duolingo für deutsche Muttersprachler*innen zurzeit nur Englisch, Spanisch und Französisch zur Auswahl gibt.

Eine etwas unbekanntere App ist Busuu, mit der Sie 14 verschiedene Sprachen lernen können. Bei Busuu gibt es im Gegensatz zu anderen Apps die tolle Funktion, anderen Benutzer*innen Hilfestellung geben zu können. So fühlt man sich beim Lernen gleich weniger allein!

Noch nicht genug?

Das waren bereits eine Menge Möglichkeiten, sich auch während der Coronakrise weiterzubilden. Haben Sie bereits alle durch? Dann schauen Sie gerne in der kommenden Woche noch einmal in unserem Blog vorbei: Wir stellen Ihnen dann noch fünf weitere Ideen für die Weiterbildung von Zuhause vor, für alle, die nicht genug bekommen und sich fortgeschrittene Methoden wünschen.

Autorin: Lena Görmann
© Weiterbildung Hamburg e. V.

1 Kommentar zu „Langeweile im Lockdown? Hier sind 5 Ideen für den leichten Einstieg in Weiterbildung!“

  1. Michel Rothgaenger

    Liebe Frau Görmann, vielen Dank für diesen toll recherchierten und handwerklich gut gemachten Artikel. Es war eine Freude diesen zu lesen und ich konnte spannende Tipps für mich mitnehmen.

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